Stabl Judith

Prüfungsausschussobfrau fordert mehr Transparenz

 

Wer den Gemeinderat vom 21. Mai 2026 verfolgt hat, konnte miterleben, dass ich als Prüfungsausschussobfrau meinen Unmut über den Informationsfluss und die Zuarbeit der Gemeindeverwaltung deutlich zum Ausdruck gebracht habe. 

Da ich niemand bin, der gerne mit dem Finger auf jemanden zeigt, möchte ich klarstellen: 

Mit meiner Kritik habe ich ausdrücklich nicht die Finanzabteilung gemeint – hier besteht eine sehr gute Zusammenarbeit, und diese leistet bestmögliche Arbeit!

 

Auslöser war, dass sich in letzter Zeit Themen angehäuft haben, die wir drei- bis viermal im Prüfungsausschuss behandelt haben und bei denen wir dennoch mit unbefriedigenden Ergebnissen herausgegangen sind. Endlosdiskussionen, in denen wir Vermutungen angestellt haben, wie, was, wann und wo gelaufen sein könnte, um zum vorliegenden Endergebnis zu gelangen. Unterlagen waren fehlerhaft, Fragen wurden erst nach mehrfacher Urgenz beantwortet – oder auch gar nicht. Behauptungen wurden aufgestellt, die nicht belegt wurden.

 

Im Fall der Einsparungen beim Musikheim – ich korrigiere mich hier auf ca. 325.000 € (nicht 350.000 €) – sind Einsparungen selbstverständlich positiv zu sehen. Wenn jedoch die Begründung so unplausibel erscheint wie in diesem Fall, ist das erste, was ich mir denke: Wie soll das gehen?

 

Ich erwarte für künftige Prüfungen belegbare Aussagen und Unterlagen, die auch intern tatsächlich bekannt sind. Der Prüfungsausschuss hat den Auftrag, die Gebarung der Gemeinde (Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit) im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu prüfen – und diesen Auftrag nehme ich, gemeinsam mit meinen Ausschussmitgliedern, ernst.

Mein Credo:

Hinterfragen, aufklären und Empfehlungen geben – selbstverständlich nach bestem Wissen und Gewissen, mit einer Portion Hausverstand und im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten.

 

Ich habe in den vergangenen fünf Jahren einiges lernen dürfen – und für den Kindergartenbau habe ich bereits eine begleitende Prüfung angekündigt, um von Beginn an stärker in Projekt, Abrechnung und Details involviert zu sein. 

Denn letztlich geht es um unsere Steuergelder, um Transparenz – und um das Vertrauen der Bevölkerung in ihre Gemeinde.